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Feindrehstar
Love & Hoppiness
MKCD/LP 006

 

VINYL RELEASE: 16.10.2015

DISTRIBUTED BY KOMPAKT

DIGITAL RELEASE: 16.10.2015

DISTRIBUTED BY FINETUNES

01. Intermission
01:11
02. Love & Hoppiness
04:18
03. Antelope (feat. Ebo Taylor)
03:51
04. The New Ballad
05:00
05. Deep Horse
04:32
06. From Bob To Stevie (feat. Dave Aju)
03:34
07. Shake That
05:59
08. Skit Légères
01:21
09. Caje Sukarije (feat. Tina Keserovic)
04:52
10. Night Rainer Diskodub
04:38
11. Love & Hoppiness Int.
02:33
12. Blues For Bagdad
08:41
MUSIKINFO

Stell dir vor, da steht eine siebenköpfige Band mit Schlagzeug, Percussion, Bass, Keyboards, zwei Bläsern, Sampler und Turntables auf der Bühne und umarmt musikalisch die Welt – ohne adaptierten Folklore-Kitsch, dafür mit urbanen Club-Grooves und viel Feinsinn im Überschreiten verschiedener Genre-Grenzen. Feindrehstar stehen da auf der Bühne. Und längst sind die Tracks dieses Jenaer Live-Unikats auch im aufgenommen Zustand zu einem Garant für besondere Momente geworden.

 

Mit „Love & Hoppiness“ legen Feindrehstar ihr zweites Album vor – fünf Jahre nach dem fulminanten Debüt „Vulgarian Knights“. Viel ist passiert in der Zwischenzeit: unzählige Club- und Festivalauftritte, eine mehr als inspirierende Afrika-Tour sowie die intensive Arbeit an neuen Stücken. Drei Jahre reifte „Love & Hoppiness“, an unterschiedlichen Orten setzte sich das musikalische Puzzle zusammen – erste Aufnahmen entstanden im Herbst 2012 bei Michel Baumann (Soulphiction, Jackmate) und Nik Reiff in Stuttgart. In verschiedenen anderen Home Studios und Wintergärten folgten weitere Overdubs mit Posaune, Violoncello, Gitarre und Gesang. Richtig gelesen, erstmals seit langer Zeit holt die meist rein instrumental spielende Band Feindrehstar Vocal-Gäste mit an Bord. Und durch jene Stücke mit Dave Aju, Ebo Taylor und Tina Keserovic am Mikrofon wird der Feindrehstar-Sound um neue Facetten reicher. Jazz-, Soul- und Funk-Vibes schimmern beispielsweise bei „Antelope“ hervor, jenem Stück, dem der legendäre ghanaische Musiker Ebo Taylor seine Stimme schenkt. Dabei war ihm der Feindrehstar-Sound anfangs zu rockig – am Ende hatte er jedoch so viel Freude, dass er gleich noch Gitarrenspuren einspielte. Bei Dave Aju war dagegen sofort klar, dass hier alles zusammenpasst – obwohl der lässige soul-getränkte HipHop von „From Bob To Stevie“ als Solitär aus dem Album herausragt. Weshalb Feindrehstar Krautclub zu ihrer Musik sagen, wird wohl besonders in „Caje Sukarije“ deutlich: Classic Balkan-Funk wird plötzlich von wilden Synth-Schleifen überrumpelt bis schließlich beides gemeinsam weitertanzt – und dann ist das eigentlich auch noch eine Roma-Hymne, die Tina Keserovic hier intoniert. Neu auch die ungewohnt introvertierten Tonlagen bei „The New Ballad“, „Blues For Bagdad“ sowie der komplett akustischen Ballade „Love & Hoppiness Int.“ mit Cello und Klarinette. Gleichermaßen einnehmend und tiefsinnig wirken diese musikalischen Ruhepole.

Trotz des vielen neuen Inputs bleibt die clubmusikalische Erdung mit all ihrer bandtypischen Offenheit nach wie vor ein wichtiges Element im Feindrehstar-Sound. „Love & Hoppiness“, „Deep Horse“, „Shake That“ und ”Night Rainer Diskodub“ zeugen einmal mehr von der kraftvollen Energie, für die Feindrehstar seit mittlerweile fünfzehn Jahren auf anspruchsvollen Dancefloors geschätzt werden. Und demnächst dürften sie für neue Ekstase im Club oder auf dem Festival sorgen.