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Wighnomy Brothers
Metawuffmischfelge
FATCD 003

 

CD RELEASE: 28.04.2008

DISTRIBUTED BY KOMPAKT

01. Lisa Gerrard - Come Tenderness
03:28
02. False - Fed On Youth
02:55
03. Tadeo - Eclipse
02:56
04. Mathias Kaden - Rhythma
02:40
05. Agoria - Les Violons Ivres
01:51
06. Beckett & Taylor - Let‘s Smash Up Our Love
02:56
07. High Tide - Riddim Stick
01:44
08. Andre Crom - Reiner Wahnsinn
07:36
09. Kadebostan - Caracas Soul
01:04
10. Ralph Sliwinski - Thatz In My Brain
02:08
11. Kreon & Lemos - Nice Day feat. Feeboy
05:20
12. Douglas Greed - Fresh And Clean
03:43
13. Stefanik & Tasnadi - Doch
03:59
14. Trentemøller & DJ Tom - An Evening With Bobi Bros
04:00
15. Sidsel Endresen & Bugge Wesseltoft - Psalm
03:44
16. Stewart Walker - Fernbank 91 (Robag‘s Okkulafunk Remikks)
07:19
17. DJ Koze - Mariposa
05:08
18. Machiste - Mosca Via
03:25
MUSIKINFO

Für die erste Mix-CD aus dem Hause FAT muss assoziativ gleich mal eine der signifikantesten Textzeilen der Musikgeschichte als Synopse herhalten: "Wir fahr'n fahr'n fahr'n auf der Autobahn fahr'n fahr'n fahr'n auf der Autobahn..." Ja, das Verlangen wird groß sein, sich beim Genuss in sein geliebtes KFZ zu kauern und Folgendes vor sich hin zu brabbeln: "Weißt du noch Schatz, damals auf der Autobahn, die Fahrt von Holzminden nach Oldenburg? Unser VW war alt und klapprig, das machte uns nichts aus. Dein Haar roch nach Grünem-Apfel-Shampoo. Ich saß am Steuer die Hand an der Knüppelschaltung, du neben mir die Hand auf meinem Knie. Uh uh uh uh uh wir waren soooo glücklich. Nur ein Traum?! Entscheidet selbst, ob beim Gehör dieses Wighnomy-Mixes, welcher im Alleingang von Robag Wruhme zusammengefitzelt wurde, die Kultur des Beisammenseins, des Tanzens, der nächtlichen Belustigung generell, des rauschhaften Lauschens, der langen Nacht vor dem Rechner, des Guten-Morgen-Kaffees usw. in Frage kommt. Möglich ist alles, denn in diesem lebendigen und detailliert liebevollen Tonträger schwingen die Ekstase der Tanzhalle, die Melancholie des Alleinseins und jede Menge Glücksmomente gleichberechtigt nebeneinander. Mit der Euphorie von gerader Bassdrum, gemäßigtem Tempo, Schweiß und Liebe wird mit mikroskopisch feinen und überraschenden Tönungen die vermeintliche Unvereinbarkeit des satt- abgespeckten Technohouses mit Melodiefragmenten inklusive deren Komplettierung ausformuliert und aus der Tiefe ans Tageslicht gehoben. Der Mix ist mit aller technischer Versiertheit und dem mechanischen Handwerksverständnis unzähliger 1210er Nächte am elektrischen Baukasten entstanden. Meist laufen mehre Tracks übereinander bzw. Bruchstücke einzelner, die mitunter mal wieder kommen und gehen. Dabei wird nichts unkenntlich aufgedröselt, so dass der Respekt und die Ursprünglichkeit des jeweiligen Originals beibehalten wird. Hin und wieder fügte Robag einzelne Samples aus der eigenen Schatzkiste hinzu. Besonders die Verwendung von genreunüblichen Großtaten wie Lisa Gerrard, Sidsel Endresen & Bugge Wesseltoft lädt dazu ein, beim ungestörten Zappeln zwischendurch mal eine kleine Träne abzudrücken. Welch' Wonne, welch' ungeahnte Feinheiten gibt es zu entdecken auf diesem erfrischenden mit warm tropfendem Beat versehenen Silberling. Dem entkörperlichten Erzählen in technoider Funktionalität wird Anmut entgegensetzt und zum Leuchten gebracht. Durch ungewöhnliche Drehmomente mit Geschichtsbewusstsein und Experimentiergeist wird so viel Beseeltheit und klangliche Architektur verabreicht, wie diese Musik des Überschwangs vertragen kann.




TRACK INFORMATIONEN