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Marek Hemmann
In Between
FATCD/LP 004

 

CD/LP RELEASE: 26.10.2009

DISTRIBUTED BY KOMPAKT

DIGITAL RELEASE: 30.10.2009

DISTRIBUTED BY FINETUNES

01. Alias
05:22
02. Tagoma
05:56
03. Kaleido
05:56
04. Compass
06:36
05. Inessa
08:08
06. Gemini
09:09
07. Yvette
06:00
08. Swarm
06:24
09. NTMYT
06:06
10. Down
04:21
MUSIKINFO

Die erste LP ist immer ein Grund zu Feiern, und mehr noch auch ein Grund für freudige Erwartung (auf mehr): nun also, Respekt Leute, denn es naht die Doppel-Premier: die erste LP von Marek Hemmann, dem vielseitigsten Elektrotüftler diesseits der Saale, und ebenso der erste CD-Longplayer aus dem Hause FAT!
Wir wissen, Marek Hemmann ist sowohl solo als auch als Teil eins des kongenialen Duos Hemmann & Kaden seit Jahren fester Bestandteil der neuen House- und Technoszene, gleichermaßen als Produzent wie auch als Liveact. Die gesammelten Veröffentlichungen belaufen sich inzwischen auf Dutzende, die unzähligen Remixaufträge für Kollegen von Trentemøller bis Monika Kruse gar nicht mitgerechnet. Und nach der letzten EP, dem floorstürmenden Gemini, war klar, die Zeit ist reif, auf also zum abendfüllenden Gesamtkunstwerk. Auf nach In-Between. Was Herr Hemmann hier an technoidem Material bietet, gleicht trotz des tiefstapelnden Titels  einem kleinen Universum. Mal eben nicht zwischendurch, sondern mittendrin stehen wir in einer vielgestaltigen House-Welt, die in jeder Ecke wieder eine neue Entdeckung bietet: vom klassischen tiefdröhnenden Dub-Epos über den angefrickelten House mit Bossa-Spritzern und fordernder Bläseraction bis zur hochkomplexen Sampleklangkunst. Ja, es ist eine weite Reise durch Techno-Land, durch die uns Marek Hemmann mit nimmt, und sie ist, man darf es sagen, einfach schön. Im besten Sinne. Mit einem Schuß wohlig-allumfassender Melancholie, wie sie uns überfällt wenn nach durchtanzter Nacht die Sonne durch schlecht schließende Clubtüren bricht. Das kann durchaus öfter geschehen, denn trotz aller schwebender Schönheit und handwerklicher Kunstfertigkeit blitzen unter Herrn Hemmanns goldenen Händen immer wieder die treibenden Hypnobässe hervor. Es lebe die wummernde Monotonie, es lebe das Unterbewusstsein, denn es sagt uns: Bleib! Move your ass! Und schau, was für schöne Nordlichtmelodien da am Horizont. Und dann bricht die Sonne herein. Durch die - eben - schlecht schließende Clubtüre.




TRACK INFORMATIONEN

1. Alias
Ein leicht tranciger Midtempo-Opener, pur, aufs Wesentliche getrimmt, mit fettem Bass und den gewissen Dub-Elementen gefedert, perfekt zum gelassenen, aber zwingenden Eingroove

2. Tagoma
Aus knapp sitzenden Tango- und Bossa-Elementen angelegter Monsterfunk, mit treibenden AkkordeonDubs, und der gewissen Portion ironischer Live-Stimmschnipsel.

3. Kaleido
Das Tempo zieht an: da springt die gezupfte Bassline, da orgelt es jazzig, da treiben Congas und Stimmfragmente voran und die Blechblasfraktion vollendet die quicklebendige Jazzhouse-Action

4. Compass
So sieht House-Hypnose aus: ein veritabler Start ins All, mit genie?erischen Freiräumen, kreisenden Stimmen, trancig-fetten Synthies und extrem treibendem Rhythmusfundament. Ein Stück zum wahrhaft glücklich werden.

5. Inessa
Clubkultur in Reinform: knappe, reduzierte Grooves, ein scharfer Beat zum glatt verrückt werden, und eingebauter Vokal-Einladung zum Tanze.

6. Gemini
Achtung, Sommer Hymnen Alarm! Die auf vielen Floors nicht mehr wegzudenkende schädelbohrende TechnoInvasion, klassisch mit gaanz tief unten sitzenden Synthies, und oben auf ein frei schwebendes freaky Saxophon.

7. Yvette
Yvette muss wundervoll gewesen sein: ein kunstvoll gewebtes Stück hyperaktver Soundkunst, mit inversen Soundschleifen, Möwengekreisch, und Xylophon. Alles gerahmt von schrammelnden Wave-Flächen auf unwiderstehlichem Elektrogroove.

8. Swarm
Über bassig-gezupftem Groove tobt sich ein Schwarm goldener Elektro-Käfer aus, sirrendflirrend und auch ein klein wenig bedrohlich in all seiner komplexen Pracht. Alles befeuert von einer gnadenlos melancholischen, aber fordernden Orgelstimme.

9. NTMYT
Down to earth, nach all den Abschweifungen, hin zum ehrlichen, knackigen Bass, zum monotonen aber hyperbeweglichen Abgrooven mit echter Songqualität.

10. Down
Der schreiend schöne Rausschmeißer, voll von sehnender Melancholie und Unendlichkeit, mit schwebenden Melodien, vibrierenden Röhrenglocken, abgrundtiefem Bass und gebrochenen Grooves.