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Krause Duo Nr. 2
rambazamba
MK 012

 

VINYL RELEASED: 05.07.2004

DISTRIBUTED BY: KOMPAKT

DIGITAL: 09.07.2004

DISTRIBUTED BY FINETUNES

A1. The Woman
07:14
A2. What Youwannadoo
06:26
B1. Illegalkrafthaschie
07:22
B2. Was ich einmal werden will
06:55
MUSIKINFO

Spiel mir das Lied vom Holz! Sagten sich wohl Metaboman und Carlsen Basu, geehelicht als wippendes knarziges Wierdo- Gespann Krause Duo Nr.2, in Smallville Jena den Behörden gemeldet. Denn ihr rauchig roher, gleichsam federnd technischer Sound scheint auf komplett hölzernen Equipment entstanden zu sein: viel räumliche Resonanz, knirschen, raspeln, rauschen im Rhythmusblätterwald! Alle Physiker und Chemiker unterlagen bisher einem fatalem Irrtum, der beliebte Rohstoff kann doch den Strom leiten. Den Beweis liefern diese beiden Elektowaldarbeiter. Oder bedeutet dies das ersehnte Gleichgewicht von Natur, technischen Errungenschaften und Völkerverständigung, manifestiert in Form von Tanzmusik? Wenn ja, ist sie gemacht für Clubs in denen das poröse Ausstoßen von Körpersäften noch wichtiger ist als gepiercte, solariumverbrannte Halbnackte im Präsentier- Taumel. Das ist Drecksau- Frickel- Ravejazz mit Minimal-Bongo-Techno Sause, dessen mit Augenzwinkern versehene Deepness Motown zitierend im richtigen Moment den behaarten Resonanzkörper entblößt, um schweißgebadet den Keller nie zu verlassen obwohl die Tür immer einen Spalt offen steht und schon alles wund ist. Das Blut rinnt aus der Schnauze und man grinst trotzdem glücklich!




TRACK INFORMATIONEN

A1. The Woman
...ist ein schnippender Klöpfer für den Waldlaüfer, der Jogging- Freund wird verfolgt von sich immer wiederholenden feenhaften Lauten und angetrieben von ganz tiefen Pulsen, versehen mit Rhythmuspattern die feinmotorische Bewegungen einklagen.


A2. What Youwannadoo
bedeutet rhythmische Medizin nach Noten, um den ausgepowerten Körper wieder in Erregung zu versetzen, dabei hilft ein treibendes percussives Gerüst und ein Unterwelt- Piano, sehnsuchtsvoll in Moll zart gestreichelt von Lars Molver, das wenig später Unterstützung von einem Früh um Vier- Saxophon erhält, in dessen Mundstück hauchend Johannis Haschke hinreisend eine Melodie veräußert, die wie eine vertonte Liebeserklärung an die Herzallerliebste schmeichelt.


B1. Illegalkrafthaschie
Sirenen-Trommelwirbel-Voodoo- Massaker mit gebrochener Beatstuktur, dessen Höhepunkt, angereichert ist durch einen unerwarteten Harmonieschub in Form einer Sehnsuchtsfläche und Johannis Haschkes Freigeist- Saxophon mit leichter Coleman- Brause!


B2. Was ich einmal werden will
Minimal-Jazz-Hoppel-Discoclapp mit einem Knicks, oder mehr noch, mit einer tiefen Verbeugung vor einem der charismatischsten deutschen Humoristen, der ja wenn man Hinterbliebenen glaubend, seine besten Einfälle beim Hochbetrieb der Verdauungsrest-Auswurforgane in der Naßzelle zu Papier gebracht haben soll. Ich sag nur Willi Winzig, er war ein ganz Großer, pasta!